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Gewerbe trifft Schule 2022

Veranstaltungen vor Ort lassen die Jugendlichen die Berufe mit allen Sinnen erleben. In einigen Betrieben dürfen sie jeweils auch selber Hand anlegen, wie hier bei Grütter Bedachungen AG in Beinwil am See. (Bild: zVg.)

Berufswahl ist in der Oberstufe ein zentrales Thema. Eine Begegnung vor Ort mit realen Berufsleuten bietet dabei den besten Einblick, den Jugendliche bekommen können. Die Zusammenarbeit von Gewerbe und Schule macht es möglich.

Von Evelyn Pesentheiner

Das Angebot ist beeindruckend. Was die Kreisschule aargauSüd zusammen mit den Gewerbevereinen der Region einmal im Jahr auf die Beine stellt, kann sich sehen lassen. Während fünf Tagen haben die 8.-Klässler im Rahmen der Berufsinfotage die Möglichkeit, verschiedenste Berufe und Firmen im Einzugsgebiet der Kreisschule kennen zu lernen.

Aus erster Hand und nächster Nähe erfahren sie, was es heisst, Anlageführer, Netzelektriker oder Verpackungstechnologe zu sein. Wenn immer möglich, empfangen die Firmen die Jugendlichen in Kleingruppen direkt vor Ort. So können die Schülerinnen und Schüler die Arbeit mit allen Sinnen erleben und erste Kontakte zu potenziellen Lehrbetrieben knüpfen. Letzte Woche war es wieder so weit: Raus aus der Schule, rein in die Geschäfte und Unternehmen. Haerry & Frey AG, Läser AG, Poesia Holding AG – was die Jugendlichen oft nur als Fassade und Firmenlogo kennen, bekommt ein Innenleben. 71 Betriebe haben sich in diesem Jahr am Projekt beteiligt.

Organisatorisches Puzzlespiel

71 Betriebe von A wie Aargauer Kantonalbank bis W wie Wynabuchhandlung und noch mehr Berufe – für die 378 Lernenden aus 20 Klassen galt es erst mal, die lange Liste der Angebote durchzusehen, zu studieren und sich schliesslich zu entscheiden. In der Regel wählen die Schüler mindestens drei Berufe aus. Nach oben sind der Neugier keine Grenzen gesetzt, ausser dass etliche Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden und die Teilnehmerzahl beschränkt ist. Ein solches Projekt ist ein organisatorisches Puzzlespiel. Wer sind die Macher hinter dem Grossanlass? Seitens der Schule sind es Schulverwalterin Pamela Wehrli und der Menziker Lehrer Marco Martinez als Hauptverantwortliche. Sie treten in Kontakt mit den Betrieben, erstellen Listen und nehmen Einteilungen vor. Unterstützt in der Umsetzung werden sie von Mark Steiner und Malte Bolin am Standort Reinach sowie Stefanie Scherrer am Standort Unterkulm. Auf Gewerbeseite stehen mit «HAGO Gewerbe Oberwynental», dem «Verein Handel Gewerbe Industrie Gontenschwil/Zetzwil», «GewerbeKulm» und dem «Handwerker & Gewerbeverein Beinwil am See/Birrwil» vier Vereine aus zwei Tälern am Start.

Zuwachs willkommen

Trotz Computerprogramm, das bei der Zuteilung hilft, die Koordination der Berufsinfotage fordert vom OK viel persönlichen Einsatz. «Der Aufwand lohnt sich», zeigt sich Marco Martinez überzeugt, «denn uns ist es wichtig, die Jugendlichen in ihrer Berufswahl zu unterstützen und ihnen die vielen Ausbildungsmöglichkeiten aufzuzeigen, welche es im Wynen- und gibt. Die Lehrbetriebe ihrerseits haben durch die Berufsinfotage Gelegenheit, sich den Teenagern vorzustellen.» Das OK ist erfreut über die grosse Anzahl an Betrieben, die sich bereits an den Berufsinfotagen beteiligt. «Zuwachs ist natürlich immer willkommen.» Entstanden ist die Idee der Berufsinfos vor Ort einst aus der Projektwoche heraus. Remo Fries, Ausbildungsverantwortlicher der Firma Fischer Reinach AG und aktives OK-Mitglied, regte damals eine engere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Schule an und stiess damit bei Lehrerin Barbara Sahli auf offene Ohren. «Die Berufsinfos kamen so gut an, dass die Schulleitung der ehemaligen Kreisschule Homberg beschloss, künftig dafür eine Spezialwoche einzurichten», erzählt die Mitbegründerin des Projekts. Auch «Gewerbe Kulm» und die ehemalige Kreisschule Mittleres Wynental pflegten einen intensiven Austausch. Der Start der Berufsinfotage lässt sich daher nicht ganz genau definieren. Es ist aber ungefähr das siebte Jahr, dass sich Gewerbe und Schule auf diese Weise treffen.

Wer die Wahl hat…

Doch wie wählt man nun aus? Die Qual der Wahl ist gross! Auch das Wynentaler Blatt hat sich der Qual gestellt und gibt mit drei Spotlights auf der rechten Seite einen kleinen Einblick in die vielfältigen Angebote…

Quelle: Wynentaler Blatt 17.11.2022

https://www.wynentaler-blatt.ch/2022/11/gewerbe-trifft-schule.html